Reisen

Adams Peak Sri Lanka: Die 5.200 Stufen-Herausforderung

Von am 25. Dezember 2016

Ein absolutes Highlight in Sri Lanka ist der Adams Peak, ein 2.243 Meter hoher Berg im Hochland von Sri Lanka. Er ist nicht der höchste, aber dafür der heiligste Berg in Sri Lanka. Nacht für Nacht zieht der Adams Peak in der Hauptsaison (Dezember bis Mai) Tausende von Pilgern an, die rechtzeitig vor Sonnenaufgang den Gipfel erreichen wollen. Wer oben ankommt, wird den atemberaubenden Ausblick so schnell nicht mehr vergessen!

Rund 5.200 Stufen zu dem Gipfel des Adams Peak

Trotz des endlos scheinenden Weges mit rund 5.200 Stufen quälen sich seit vielen, vielen Jahren Millionen Pilger auf den Gipfel des Adams Peak Sri Lanka. Im Bus, auf dem Weg zu unserem Schlafplatz begegneten wir einem Mann, der den Adams Peak in Sri Lanka bereits über 100 Mal erklimmte. Und warum? Der Berg im Hochland Sri Lankas gilt als heiliges Ziel für Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen. Auch wir haben die Herausforderung angenommen!

Es ist 2 Uhr nachts. Nach einem ordentlichen Frühstück holte uns der Fahrer mit seinem Tuk Tuk in Maskeliya ab. In der nassen und nebeligen Dunkelheit begegneten uns Wildschweine, Hunde und Stachelschweine. Als wäre das nicht schon gruselig genug, lies uns der Fahrer an einer Brücke heraus, um ihr sahen wir weit und breit nichts. Das war der Start eines sieben Kilometer langen Weges mit rund 5.200 Stufen und 1.000 Metern Höhenunterschied. Los geht das Abenteuer!

Affen auf dem Weg nach unten

Mit unseren Stirnlampen machten wir uns außerhalb der Hauptsaison auf den Weg zum Gipfel. Bis auf 50 Meter vor uns sahen wir rein gar nichts, da der Weg in der Nebensaison überhaupt nicht beleuchtet ist. Um uns nur Geräusche von Tieren, die wir zuvor nie gehört haben. Weit und breit auch keine Spur von den etlichen Pilgern.

Anfangs waren die Stufen noch leicht zu erklimmen. Nach und nach wurde es immer schwieriger. Mit jedem Schritt nimmt die Treppe eine neue Form an. Mal ist sie steil und uneben, mal ist sie flach und lang. Bis zu einem halben Meter sind die Stufen hoch! Wirklich anstrengend.

Unsere erste Pause auf dem Adams Peak Sri Lanka

Circa nach der Hälfte, immer noch in der Dunkelheit sahen wir in der ferne viele Augen leuchten. Wir hatten echt Angst. Wussten nicht, was uns erwartet. Jetzt hörten wir Menschenstimmen. Endlich, noch circa 30 Stufen und wir kommen an einer Hütte an! Die gruseligen Augen vor denen wir uns gefürchtet hatten, waren übrigens Hundeaugen. Es waren zwar keine 1.000 Pilger, aber an der Hütte sind wir auf die erste Truppe von Menschen gestoßen. Mit einer Truppe meine ich zwei Menschen. Nach und nach wurden es aber immer mehr.

Der Weg nach unten

Nach der Pause ging es erst richtig los mit den Stufen. Sie wurden immer steiler und steiler. Und es wurde auch immer kälter. Zumindest waren wir jetzt nicht mehr alleine unterwegs.

Auf dem Gipfel des heiligen Bergs

In der Ferne sahen wir ein großes Licht. Nicht mehr weit und wir haben es geschafft. Endlich! Nach rund drei Stunden Stufen haben wir endlich den Gipfel erreicht. In der eisigen Kälte warteten wir auf einen Mönch, der das Tor zum Tempel mit dem heiligen Fußabdruck öffnete. Ich war die Erste, die den Tempel betreten und an der Glocke läuten durfte. Übrigens darf der Tempel nur barfuß betreten werden. War ja nicht schon sau kalt!

Jetzt kommt erst das Highlight: Der Sonnenaufgang. Dieser Moment war wirklich so atemberaubend. Die Aussicht vom Adams Peak in Sri Lanka wirst du nie wieder vergessen. Man muss sich den Sonnenaufgang einfach selbst angeschaut haben!

Jetzt geht es wieder 5.200 Stufen nach unten

Als wäre der Weg nach oben nicht schon anstrengend genug gewesen. Jetzt geht es auch noch die 5.200 Stufen runter. Es war wirklich die absolute Härte! Aber auf der anderen Seite auch mega cool, denn es war mittlerweile hell und wir konnten endlich alles um uns erkennen. Affen, die herumspringen. Alte Lehm- und Blechhütten. Atemberaubende Aussichten mit grünen Wäldern, Teeplantagen und Wasserfällen. Und zwischendurch kamen uns Männer entgegen, die schwere Säcke die vielen Stufen nach oben trugen.

Lehmhütten, in denen Menschen wohnen

Nach gefühlten 20 Kilometern sind wir endlich wieder im Tal angekommen. Jetzt geht es erstmal für ein paar Stunden ab ins Bett. Ach ja, der extreme Muskelkater quälte uns noch viele Tage nach dem Aufstieg!

Mein Fazit: Der Adams Peak Sri Lanka war mein persönliches Highlight in Sri Lanka. Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, den heiligen Berg zu erklimmen! Einfach ein unvergessliches Erlebnis.

Gefa unterstützen und teilen - Danke!
TAGS
1 Kommentar
  1. Antworten

    Katta

    25. Dezember 2016

    Das sind wirklich tolle Eindrücke 🙂 Ich bin begeistert!

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA || INSTAGRAM || FACEBOOK

Hinterlasse ein Kommentar

Gefa
Hessen

Hi, ich bin Gefa, 23 Jahre alt und träume von einem Leben als digitale Nomadin!

Newsletter

Soziale Medien