Offroad Tunesien: La Pista di Rommel (Rommelpass)

Tunesien ist so facettenreich. Das Land hat viel mehr zu bieten als nur Sand. Im Westen, ganz in der Nähe der algerischen Grenze, erwarten Dich Canyons, Oasen und bizarre Felsformationen.

Und am Besten kann man die Landschaft im Westen auf der sogenannten „La Pista di Rommel“ (zu Deutsch: Rommelpass oder Rommelpiste) bestaunen.

La Pista di Rommel

Zu Beginn dachten wir, dass der Rommelpass etwas mit dem Wüstenfuchs Erwin Rommel zu tun hat. Doch nach langer Recherche konnten wir feststellen, dass das nicht der Fall ist. Doch wie der Name zu Stande kommt, konnten wir bis jetzt noch nicht herausfinden.

Die Piste wurde durch das französische Militär um 1956 angelegt – also nicht im 2. Weltkrieg. Nähere Informationen und sogar Bilder vom Bau findest Du auf der Seite von Scharfetter.

Rundkurs: Serpentinenweg & Rommelpass

Der Rundkurs beginnt in dem kleinen Örtchen Al-Rudayyif – und endet dort auch wieder. Der anfängliche Serpentinenweg ist eine modern ausgebaute Straße. Der Rommelpass wiederum ist ein Mix aus gut erhaltenen Betonabschnitten und Schotterwegen. Die Piste ist zwar steil, aber trotzdem eher anspruchslos. Auch gut mit breitem und hohem Expeditionsmobil machbar.

Wir haben einen LKW mit einer Höhe von 3,8 Metern, einer Breite von 2,5 Metern, einem Radstand von 4,5 Metern und einem Gewicht von 12 Tonnen. War problemlos machbar, selbst in den Serpentinen mussten wir nicht einmal zurücksetzen.

  • Kilometer: 37 Kilometer
  • Zeit: 2 Stunden
  • Höhenmeter: 800 runter & 800 hoch

Wer den Rundkurs wirklich fahren will, findet ganz unten im Beitrag unsere Wegpunkte und unseren Track als GPX-Datei zum Download! 🙂

Ausgangspunkt: Der Ort Al-Rudayyif

Fährst Du von El Hamma al Djerid gen Nordwesten auf der P16, kommst Du in den Ort Al-Rudayyif – der Ausgangspunkt der kleinen Rundtour.

Ab den Koordinaten 34°23’08.2″N 8°08’47.2″E folgst Du einem sehr breiten Schotterweg. Auf der linken Seite ist immer wieder der Ort Al-Rudayyif ersichtlich. Hier sehen wir auch zum ersten Mal Kakteen. Vor Dir erscheinen bereits Felsformationen – ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt.

Rundkurs Teil I: Serpentinenweg

Von dem Schotterweg kommst Du nun auf den Serpentinenweg (34°21’43.0″N 8°06’08.3″E) – einer wunderschönen, modern ausgebauten Serpentinenstraße mit grandiosen Ausblicken. Dieser Straße folgst Du Serpentine für Serpentine bis ins Tal.

Bei den Koordinaten 34°21’44.7″N 8°05’56.8″E findest Du einen Platz mit einer Statur, der sich hervorragend als Schlafplatz eignet.

Bei den Koordinaten 34°21’06.6″N 8°05’48.1″E kannst Du auch kurz Halt machen und wunderbare Fotos machen. Achtung: Überall Glasscherben!

Rundkurs Teil II: Rommelpass

Unten im Tal angekommen, biegst Du bei dem Wegpunkt 34°18’31.9″N 8°06’29.1″E links ab. Der Weg wird holpriger. Nach einer Rechtskurve fährst Du direkt links (34°18’32.6″N 8°07’57.8″E). Hier startet der Rommelpass.

Am Ende der Piste biegst Du links ab (34°18’34.4″N 8°09’00.2″E). Rechts und links sind nun überall Steine und Felsen. Jetzt kommt eine kleine Engstelle, die jedoch auch mit unserem großen Expeditionsmobil gut passierbar war. Danach kommt eine kleine Brücke, die erst vor ein paar Jahren wieder aufgebaut wurde.

Nun folgt der spaßige Teil des Rommelpass. Auf gut erhaltenen Betonabschnitten und Schotterwegen geht es Serpentine für Serpentine steil bergauf. Je höher man kommt, desto schöner wird die Aussicht auf die bizarren Felsformationen und die Salzebenen im Süden.

Nach diesen wunderschönen Aussichten folgt leider ein nicht so schöner Anblick. Am Ende des Rommelpass geht es durch eine riesige Müllkippe zurück in den kleinen Ort (34°22’05.5″N 8°10’02.0″E). Es stinkt, raucht und brennt überall.

Du kannst den Rundkurs auch anders herum starten. So fährst Du den Rommelpass hinunter und den Serpentinenweg hinauf.

Impressionen

Felsen im Westen Tunesiens
Grandiose Aussicht Salzebenen Tunesien
Felsformationen im Westen Tunesiens
Einstieg Rommelpass
Engstelle Rommelpass Tunesien
La Pista di Rommel Tunesien
Offroad Tunesien

Toller Rundkurs mit grandioser Aussicht

Kurzum: Offroadtechnisch ist der Rundkurs wenig anspruchsvoll. Dafür ist aber die Landschaft sowie die Aussicht in die südlichen Salzebenen der absolute Wahnsinn. Gute Abwechslung zu den Offroad-Touren in der Sahara. Sehr zu empfehlen!

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