Step-by-Step zum Expeditionsmobil: Unsere Vorgehensweise

Ich kann mich noch ganz genau an die Zeit erinnern, in der wir unser Segelboot restauriert haben. Wir haben geschuftet, geschuftet, geschuftet und wurden einfach nicht fertig. Und dann hat uns unser Boots-Nachbar mal gesagt: Die Menschen arbeiten und arbeiten an ihrem Boot und kommen einfach nicht aufs Wasser. Wir sind doch zum Segeln da und nicht zum Arbeiten.

So ähnlich ist es auch beim Expeditionsmobil. Hier gibt es auch unterschiedliche Herangehensweisen. Manche Menschen arbeiten mehrere Jahre daran und fahren erst dann los, wenn das Fahrzeug komplett fertig ist. Und wir haben uns bewusst dagegen entschieden. Da wir keine eigene Wohnung mehr haben, von unterwegs aus arbeiten können und wir mit dem Reisen einfach nicht warten wollen, bauen wir unser Expeditionsmobil quasi nach Bedarf. Schritt für Schritt.

Vorteile in unseren Augen

  • Der wohl größte Vorteil für uns ist, dass wir schon die Welt bereisen können. Zwar ist es nicht ganz so komfortabel wie in einem fertig ausgebauten Expeditionsfahrzeug, aber das nehmen wir gerne in Kauf.
  • Ein weiterer Vorteil: Wir lernen unser Fahrzeug kennen. Bei älteren Fahrzeugen kann es immer wieder mal zu Problemen kommen und wir lernen von Anfang an damit umzugehen. So fühlen wir uns für die Wüste & Co. etwas besser vorbereitet.
  • Erst während dem Reisen merken wir, was wir in unserem Mercedes brauchen und was nicht. So können wir das bei künftigen Meilensteinen direkt einplanen.

Schritt für Schritt zum Expeditionsmobil

Zuerst legen wir einen Meilenstein fest – zum Beispiel Kurztrip ins Dahner Felsenland. Und für diesen ersten Meilenstein notieren wir die notwendigen To Do’s. Da das Dahner Felsenland unser erster Kurztrip wird, sollte bis dahin die leere Kabine fahrbereit sein. Unser Benzi sollte bis dahin zum größten Teil durchgewartet sein. Auch die Fenster, Türen, Klappen und Dachluken sollten fertig sein. Das wären dann quasi die To Do’s.

In der Zeit, in der wir dann zu Hause sind, arbeiten wir diese Punkte ab. Morgens setzen wir uns hin und legen die To Do’s für den heutigen Tag fest. Am Abend haben wir dann manchmal oder manchmal nicht unser Tagesziel erreicht und ein Erfolgserlebnis.

Tipp: Je detaillierter die To Do’s sind, desto mehr Punkte kannst Du am Ende des Tages abhaken 🙂

Während wir auf einer Reise sind, notieren wir dann immer das, was uns genervt hat, was uns fehlt & Co. Und das versuchen wir dann, bis zum nächsten Meilenstein (Trip) abzuarbeiten. Nun geht das Spielchen wieder von vorn‘ los. So arbeiten wir uns Step-by-Step zu unserem Expeditionsmobil – genau zugeschnitten auf unsere Bedürfnisse.

ClickUp: Unser ‚Projekt Management‘ Tool

Sei es die Bestellung einer Schraube oder das Verlegen eines Kabels – alle Meilensteine und To Do’s halten wir in ClickUp fest – einer Art Projekt Management Tool. Dazu gibt es auch eine App, so dass wir nichts vergessen, zu notieren. Denn oftmals ist es so, dass uns im Bett oder beim Werkeln auf einmal etwas Wichtiges einfällt. Das können wir dann direkt in dem Tool festhalten.

Wie gehst Du beim Bau vor? Erst alles fertig machen oder bist Du schon von Anfang an am Reisen – auch mit leerer Kabine? 🙂

Erste Tour: Dahner Felsenland

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