Expeditionsmobil: Staukästen sind endlich fertig!

Die letzte Woche haben wir ordentlich Gas gegeben. Denn die Expeditionsmobil Staukästen sollten auch für den TÜV fertig sein, da sie den seitlichen Unterfahrschutz und die Kotflügel ersetzen. Unser Tagesablauf der letzten Woche: Aufstehen, kurz am Laptop arbeiten, zum LKW. Doch die harte Arbeit hat sich gelohnt. Wir sind rechtzeitig mit den Staukästen fertig geworden – und sind auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Expeditionsmobil Staukästen selbst bauen

Wir haben uns dazu entschlossen, gemeinsam mit unserem Fahrzeugbauer die Staukästen selbst zu bauen. Fünf Stauboxen in verschiedenen Größen.

Unser Vorgehen bei den Staukästen für unser Expeditionsmobil

1. Schritt: Zu Beginn haben wir unsere Stauboxen in einem CAD-Programm geplant und die Unterlagen einem Metallbauer gegeben, der uns die Stauboxen (Aluminium 2 Millimeter) dann gekantet hat.

2. Schritt: Unser Fahrzeugbauer hat die Staukästen dann zusammengeschweißt (Deckel und Kiste separat) und wir haben mit einem Winkelschleifer die Kanten sauber abgerundet, so dass sie nicht mehr spitz und scharf waren – wichtig für den TÜV.

3. Schritt: Anschließend haben wir an der Vorderseite der Stauboxen Alu-Verstärkungen (Winkel) rundherum vernietet – um eine stabile Basis für die Scharniere und die Boxen an sich zu schaffen. Darauf haben wir auch das Dichtband geklebt. Zwischendurch wurde immer wieder allerlei gemessen. Und gemessen. Und gemessen. Damit ja alles passt.

4. Schritt: Im nächsten Schritt haben wir die Deckel mit den Scharnieren an den Stauboxen befestigt. Dazu haben wir Nieten verwendet (cooles Zeug :-))

5. Schritt: Danach haben wir die Verschlüsse verbaut. Wir haben die Verschlüsse mit T-Riegel aus Edelstahl von dem Online Shop Staukasten4you verwendet. Sind super zufrieden damit! Erst haben wir die Ausschnitte gemacht, dann wurden die Verschlüsse einfach verschraubt. Mit einer Feile und einem Entgrater haben wir die Ausschnitte gesäubert. Damit wir das Schloss auch schließen können, haben wir innen Alu-Winkel vernietet.

6. Schritt: Und dann kam der Part, der uns einige Nerven gekostet hat: Die Verschraubung der Stauboxen mit unserem Expeditionsmobil. Zu Beginn haben wir die Stauboxen ausgerichtet, dann Löcher gebohrt und Gewinde geschnitten. Damit zwischen unserer Kabine und den Boxen immer der gleiche Abstand ist, haben wir Distanzscheiben dazwischen gemacht. Die Stauboxen haben wir mit unserer Kabine und dem Zwischenrahmen verschraubt. Was so einfach klingt, hat uns echt in den Wahnsinn getrieben.

Zack, ’schon‘ sind die Staukästen fertig!

TÜV Richtlinien für den seitlichen Unterfahrschutz

Wie bereits erwähnt, ersetzen unsere Stauboxen den seitlichen Unterfahrschutz und die Kotflügel. Aus diesem Grund haben wir die Stauboxen nach den Richtlinien der Kommission konzipiert. Die Richtlinien findest Du hier.

Stauboxen selbst bauen: Würden wir es wieder tun?

Es hat uns zwar viel Zeit und Nerven gekostet, aber wir würden es auf jeden Fall wieder tun. Schon alleine, wenn man sich die Preise der Staukästen-Hersteller anschaut. Wir sind super zufrieden mit unserem Stauboxen für unseren Mercedes. Was wir ändern würden: Wir würden ein Material verwenden, das etwas dicker ist (haben Aluminium 2 Millimeter) verwendet. Ein Stromaggregat hält das zum Beispiel nicht aus. Habt Ihr Eure Staukästen fürs Expeditionsmobil selbst gebaut, bauen lassen oder bestellt?

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